Das ist ein Auszug aus einer Online-Diskussion aus der Hammelburg, bei der das Thema Widerstand eine große Rolle spielt. Deshalb ist diese Unterhaltung eine gute Fortsetzung meines letzten Artikels über Widerstand und beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten. Es ist immer sehr hilfreich, sich mit anderen Menschen zu unterhalten, weil so verborgenen Aspekte hevortreten können und auf diese Weise das Erkennen schärfen. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Online Diskussion bis zum Ende so freundlich bleibt, obwohl die Meinungen abweichen…
Magnus Wolf Göller: Das Umwuchten von Enttäuschung, Niederlage und Bitternis in schöpferische Kraft ist eine der vornehmsten Aufgaben des Philosophen.
bl: Ja, wenn man genug vom Leiden und vom Opferstatus hat, kann man sich entscheiden, die Energie in neue, schöpferische Bahnen zu leiten. Aber “Umwuchten” hört sich schwer an. Es reicht völlig aus, die entsprechenden Überzeugungen zu wählen…
Die ganze Unterhaltung…
Bild von Banksy









Ist zwar schon eine Weile her, aber ich möchte trotzdem auf Dein Kommentar antworten.
Ich habe (in der Vergangenheit) des Öfteren mit M.G. diskutiert, weil er oft Themen aufgreift, die mich auch interessieren. Allerdings hat er eine andere Perspektive und das macht es interessant – so lange alle Beteiligten neutral bleiben können. Inzwischen ist das nicht mehr so der Fall und ich habe aufgehört, auf seinem Blog zu kommentieren.
Seine Ausfälle gegenüber allem, was spirituell ist, kommen vielleicht aus einer tiefen Sehnsucht nach genau diesem. Wer Nietzsche so bewundert, wie er, kann eigentlich nicht “unspirituell” sein… Naja, letztendlich ist alles Geist…
“Aber-Göller” ist witzig!
RamRam
dir erst einmal ein grosses lob … oder einfach der ausdruck das dein sein zu sehen ist … ja ich halte es schon auch für ungewöhnlich eine solche diskussion online so friedfertig zu führen wie man da lesen kann … allerdings liegt es offensichtlich an deinem blick auf die welt und weniger an deinem schreibpartner … du bist mir mit deiner sicht auf die dinge schon öfters mal aufgefallen … ja … einfach ja … so isses … wir machen die welt selbst …
allerdings stellt sich auch die frage wieso wir das … was mittlerweile ersichtlich ist nicht anwenden können … da ist etwas was den zugang förmlich verbietet …
deine wortwechsel mit magnus göller lassen da tief blicken … während du ganz offensichtlich über die nötige praxis verfügst die zu einer entsprechenden wortwahl führt … kann man bei m. g. eine tiefe verwundung des lebens sehen … jemand der mit seinem leben hadert … jemand … der durch seinen erlernten wortwitz ein bild gestaltet … welches täuscht …
gerade das du ihn als wertvoll ansiehst drückt einen teil deiner grösse aus … ich weiss nicht ob ich da mitgehen möchte … ein atribut von m.g. ist eine kontinuierliche hetze gegen menschen die ihr leben spirituell gestallten …
ich würde ihn ganz frei den aber-göller nennen …. hinhören wahrnehmen und vielleicht umsetzen sind dort nicht zu erkennen …
wie gehst du damit um …. welche intuition lässt dich solche dialoge führen … wie schon gesagt … meine achtung hast du dafür … für mich ist wichtig alles gelten zu lassen …. menschen wie busch und hitler haben genauso eine daseinsberechtigung wie Jesus und Buddha …
für mich stellt sich da eher die frage wo richte ich meinen blick drauf …
beim aber-göller fühle ich nicht eine notwendigkeit ihn mit offenheit und klarsicht zu beschenken .. auch wenn das genau das richtige ist um diese welt zu heilen …
irgendwie kommt mir bei begegnungen wie mit m.g. der perlenspruch in den sinn … ist es jetzt wichtig … kreativ seine welt … in dem fall auch die welt anderer zu beinflussen … oder liegt letzendlich die kraft des wandels in einem inneren bild was ungestört gepflegt sein möchte …
tollereanz und nächstenliebe konnte ich als mystisches oder tantrisches werkzeug identifizieren … und mehr nicht …
wie auch immer … ich finds toll schreibern … oder schreiberinnen deiner qualität im netz zu begegnen … nicht weil ich einen wegweiser bräuchte … höchstens hin und wieder mal ein erinnermich … doch schon die wirksamkeit der eigenen fähigkeiten motivieren mich es jeden moment … wenn möglich anzuwenden … meine manchmal auch all zu menschliche erscheinung nimmt sich dann von alleine wahr und respektiert sich …
auf ein schönes bild von einem mogen in dem alle sein dürfen
JaySitaRam